Lärmschutzwände sind das effektivste Mittel zur Lärmdämmung.
Unterführung auf der A2.

Die letzten Jahre zeichnen sich durch die intensivste Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in der Geschichte unseres Landes aus. Innerhalb von nur einem Jahrzehnt erreichten die landesweiten Straßeninvestitionen, die durch GDDKiA realisiert wurden, circa 34 Mrd. EUR (davon sind 10 Mrd. EUR Mittel aus den Europäischen Fonds).

Zum ersten Mal können wir uns rühmen, dass wir ein Autobahnnetz von über 1600 km und ein fast genauso langes Netz von Schnellstraßen haben. Zusammen mit den Landesstraßen wurden ca. 3400 km Verkehrsarterien zentral realisiert. Innerhalb von wenigen Jahren stiegen wir zu der Spitzengruppe von europäischen Ländern mit der größten Gesamtlänge von Autobahnen und
Schnellstraßen auf. Derzeit sind wir auf Platz sechs, gleich hinter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien. Das beste Rekordergebnis erreichte man im Jahr 2012 als man fast 650 km Straßen in Betrieb genommen hatte (darunter 294 km Autobahnen und 330 km Schnellstraßen). Das nächste Jahr brachte einen Rückgang auf bis zu 350 km mit sich (darunter 120 km Autobahnen und über 180 km Schnellstraßen). Ein ähnliches Ergebnis wurde auch im Jahr 2014 erreicht, als man 328 km, darunter knapp 63 km Autobahnen, in Betrieb genommen hatte. Im Jahr 2016 wurden leider nur 118 km solcher Straßen gebaut.

Kähne, Siedlungsraum der Seeschwalben neben der Brücke in Kwidzyn.
Landschaftsbrücke über die A4.

Eine charakteristische Eigenschaft der Investitionen der letzten Jahre ist der fallende Anteil von Autobahnen im Vergleich zu den Schnellstraßen. Diese Tendenz wird in den kommenden Jahren bestehen bleiben. Der Plan für die Jahre 2014 bis 2020 sieht den Bau von annährend 72 km Autobahnen vor, über 1790 km Schnellstraßen und 35 Umgehungsstraßen mit einer Gesamtlänge von 366 km.

Eine im vollen Umfang beendete Investition ist die Autobahn A4. Die Strecke ist 672 km lang und führt von Jedrzychowice (Ländergrenze zu Deutschland) bis zum Grenzübergang mit der Ukraine in Korczowa. Die letzte über 40 km lange Strecke von Rzeszow nach Jaroslaw wurde im Juli 2016 eröffnet.

Deutlich schlechter sieht die Situation auf der A2 aus. Der Bau zwischen Warschau und der westlichen Grenze wurde abgeschlossen, aber die Durchfahrt durch die Hauptstadt ist sehr beschwerlich und sie verbleibt auch so, bis der letzte Abschnitt der Südumgehung fertiggestellt worden ist. Man muss also noch einige Zeit warten, bis man die Strecke zwischen der Hauptstadt und Terespol bequem befahren kann. Etwas besser sieht die Situation auf der A1 aus, wo nur noch die Strecke zwischen Piotrkow Trybunalski und dem schlesischen Ballungsraum fertig gestellt werden muss.

Ein großer Erfolg der abgeschlossenen Investitionen ist die bequeme Verbindung von Warschau nach Posen und Lodz sowie über die A1 und die S8 mit Breslau. Problematisch ist aber immer noch die Verbindung der Dreistadt mit Krakau, und obwohl der Bau der S7 zu den Prioritäten der kommenden Jahre gehört, ist schnelles und problemloses Reisen zwischen der Ostsee und den polnischen Bergen immer noch nicht möglich.

Murckowska-Verkehrsknoten in Katowice, Mosty Katowice.
Redzinski-Brücke in Breslau.
Brücke über den Fluss Dziwna in Wolin.
Viadukt über die A4 in Wyrkoty.
Brücke über den Fluss Skawa in Zembrzyce.